Konferenz
Termin: 06.10.2026
Ort: online
Veranstalter: Deutsch-französisches Büro für die Energiewende (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)


Grüner bzw. kohlenstoffarmer Wasserstoff spielt eine zentrale Rolle für die Energiewende in Europa. Insbesondere wird er zur Dekarbonisierung der Industrie benötigt, aber auch für den Verkehrssektor und als stabilisierender Faktor für das Stromsystem bietet er Potenziale.

Sowohl Deutschland als auch Frankreich haben sich ehrgeizige Ziele für die Entwicklung des Wasserstoffsektors gesetzt. So strebt Deutschland bis 2030 eine installierte Elektrolysekapazität von 10 GW an. Um den Wasserstoffbedarf Deutschlands zu decken, soll auch auf den Import von Wasserstoff und dessen Derivaten gesetzt werden. Hier geht die Regierung von einem Anteil von 50-70 % in 2030 aus. Frankreich plant bis 2030 den Aufbau von rund 6,5 GW Elektrolyseleistung. Mittelfristig setzt die Regierung auf eine ausschließlich nationale Erzeugung. Darüber hinaus hat die EU das Ziel ausgegeben, bis 2030 jährlich 10 Millionen Tonnen erneuerbaren Wasserstoff in Europa zu produzieren. Bis 2030 sollen hierzu Elektrolysekapazitäten von 40 Gigawatt aufgebaut werden. Weitere 10 Millionen Tonnen sollen zudem importiert werden. Neben den auf die Erzeugungsseite bezogenen Zielen werden auch für die Nutzung von Wasserstoff Vorgaben gemacht. So sollen in der Industrie bis 2030 42 % des eingesetzten Wasserstoffs aus erneuerbaren Quellen stammen; bis 2035 steigt der Anteil auf 60 %.

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Wasserstoff, Frankreich, Energiewirtschaft