(GTAI) - Chile verfügt über mehr als 50 Häfen entlang seiner rund 4.300 Kilometer langen Küste. Doch kein einziger kann Schiffe mit mehr als 14.000 Standardcontainern (TEU) abfertigen. Auch Lagerhallen und Logistik sind nicht mehr zeitgemäß, die Anbindung an das Hinterland ist vielerorts mangelhaft. Dies wiegt umso schwerer, da Chile rund 95 Prozent des Außenhandels über den Seeweg abwickelt.

Mit der Eröffnung des Megahafens Chancay in Peru 2024 droht Chile weiter ins Hintertreffen zu geraten. Immer mehr chilenische Waren werden auf Feeder-Schiffen nach Chancay gebracht, bevor sie von dort in großen Ozeanfrachtern den Weg über den Pazifik nehmen. Die Folge sind höhere Logistikkosten und eine wachsende Abhängigkeit von einem Hafen, der mehrheitlich von chinesischen Investoren kontrolliert wird. Vor diesem Hintergrund fordern viele Verantwortliche, eigene leistungsfähige Optionen zu entwickeln – speziell für den Fall, dass die geplante Bahnverbindung zwischen Chancay und Brasilien verwirklicht wird.

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