Service navi

(BMWK) - Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) organisiert die trAIDe GmbH vom 08.05.2023 bis zum 12.05.2023 in Zusammenarbeit mit Aserto Negocios y Eventos SAS eine Geschäftsanbahnung nach Kolumbien. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des Markterschließungsprogramms. Sie ist Bestandteil der Exportinitiative Gesundheitswirtschaft. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU). 

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation steht Kolumbien an erster Stelle der Gesundheitssysteme in Lateinamerika und weltweit auf Platz 22. Laut GTAI deckt das kolumbianische Gesundheitssystem SGSSS (Sistema General de Seguridad Social en Salud) fast die gesamte Bevölkerung ab. Gemäß Angaben des Gesundheitsministeriums MinSalud waren bereits 2019 98,9 Prozent der Bevölkerung registriert. Das Land gab im Jahr 2020 rund 23 Milliarden USD für das Gesundheitswesen aus. Darüber hinaus ist der Gesundheitssektor im Nationalen Entwicklungsplan (2018-2022) mit 14,4 Prozent des Gesamtbudgets der zweitwichtigste Posten im Staatshaushalt. Kolumbien importierte 2021 Medizintechnik im Wert von rund 875,7 Mio. USD, welches einem Anstieg von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die lokale Produktion beschränkt sich hauptsächlich auf Verbrauchsmaterialien, größtenteils Spritzen, Katheter, Verbandsmaterial und Handschuhe, sowie Zahnprothesen, chirurgische und Dentalinstrumente, Thermometer, Infusionsbeutel und medizinische Möbel.

Deutschland ist Kolumbiens drittgrößter Importeur von Medizintechnik, mit einem Anteil von rund 9 Prozent. Im Jahr 2021 wuchs das Handelsvolumen mit Deutschland um fast ein Drittel gegenüber 2020 und übertraf den Wert vor der Pandemie. Die Lieferungen aus Deutschland allgemein erreichten 2021 den Wert von 2,1 Milliarden USD. Gemäß dem International Trade Centre (ITC) entfielen davon fast 60 Mio. USD auf medizintechnische Geräte und rund 345 Mio. USD auf pharmazeutische Erzeugnisse. Die Hauptchancen für deutsche KMU aus dem medizintechnischen Bereich liegen in Spezialgebieten wie Kardiologie, Krebsbehandlung, Augenheilkunde, Orthopädie und der Zahnmedizin.

Das Programm  

Das Markterschließungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz fördert projektbezogene Maßnahmen besonders für kleine und mittlere Unternehmen. Es dient den teilnehmenden deutschen Unternehmen zur Entwicklung von wertvollen Kooperationsbeziehungen mit ausgewählten lokalen Geschäftspartnern, die im Rahmen der Geschäftsreise getroffen werden. Gezielt werden individuell vorbereitete Geschäftsgespräche mit potenziellen Geschäftspartnern für B2B-Treffen vermittelt, Besuche bei Referenzprojekten, Unternehmen und Institutionen organisiert sowie allgemeine und branchen- bzw. themenspezifische Informationen durch deutsche und lokale Experten und Multiplikatoren vorgestellt. Unternehmen erhalten dabei bereits im Vorfeld individuelle Unterstützung bei ihrem Markteintritt im Zielland sowie eine branchenspezifische Zielmarktanalyse. Während der Geschäftsreise erhalten sie ebenfalls die Möglichkeit, ihre Produkte vor ausgewählten potenziellen Geschäftspartnern vorzustellen.

Teilnahme

Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme an dem digitalen Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 500 und 1.000 EUR (netto). Zur Teilnahme berechtigt sind maximal 12 deutsche Unternehmen der Wasserwirtschaft mit Geschäftstätigkeit in Deutschland. Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Sichern Sie sich daher jetzt einen der begrenzten Teilnahmeplätze: Anmeldeverfahren: First come, first serve; KMU haben Vorrang

Weitere Informationen: 
Projektflyer (pdf) 

­­­Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.gtai-exportguide.de/mep abgerufen werden.