(BMWE) - Die Modernisierung italienischer Stadien eröffnet deutschen Unternehmen neue Geschäftsmöglichkeiten. Um ihnen den Zugang zu diesem Markt zu erleichtern, organisiert DEinternational Italia, die Dienstleistungsgesellschaft der Deutsch-Italienischen Auslandshandelskammer (AHK Italien), vom 22. bis 25. Februar 2027 eine Geschäftsanbahnungsreise nach Mailand, Bergamo, Reggio Emilia und Rom.

Die Reise findet im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) als projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU statt.

Modernisierungsbedarf und UEFA EURO 2032 als Investitionstreiber

Der Handlungsbedarf ist erheblich: Italiens Stadien der Serie A sind durchschnittlich 56, jene der Serie B 74 Jahre alt. Zwischen 2007 und 2024 wurden lediglich sechs Neubau- beziehungsweise umfassende Modernisierungsprojekte realisiert. Mit Blick auf die UEFA EURO 2032 kommt nun Bewegung in den Markt. Laut ReportCalcio 2025 befinden sich 31 Projekte mit einem potenziellen Investitionsvolumen von rund 5,1 Milliarden Euro in unterschiedlichen Entwicklungsstadien – von Sanierungen in Florenz und Bologna bis zu Neubauvorhaben in Mailand, Rom und Cagliari.

Dabei geht es nicht allein um die Erneuerung der Bausubstanz, sondern um energieeffiziente, sichere, digital vernetzte und multifunktionale Arenen. Entsprechend reicht der Bedarf von Dach- und Sonderkonstruktionen über Gebäudetechnik, HVAC und Gebäudeautomation bis zu Beleuchtungs-, Elektro-, Video- und Medientechnik. Auch Stadionausstattung, Hospitality sowie digitale Lösungen für Wartung, Energie- und Anlagenmanagement sind gefragt. Für deutsche Unternehmen ergeben sich damit Ansatzpunkte als Technologiepartner italienischer Planer und Generalunternehmen, spezialisierte Zulieferer oder Lösungsanbieter für Betreiber und Facility Management. Neben technischer Qualität zählen vor allem Integrationsfähigkeit, Wartungsfreundlichkeit, Energieeffizienz und belastbare Referenzen.

Hier setzt die Geschäftsanbahnungsreise an: Sie richtet sich vorwiegend an deutsche KMU, spezialisierte Planungs- und Ingenieurbüros sowie Technologie- und Lösungsanbieter, die zur Planung, Modernisierung, technischen Ausstattung und zum effizienten Betrieb von Stadien und Sportstätten beitragen können.

Vom Marktpotenzial zum direkten Geschäftskontakt

Das Programm verbindet die fachliche Einordnung des Marktes mit persönlichen Geschäftskontakten und Einblicken vor Ort. Den Auftakt bilden am 22. Februar in Mailand ein Welcome-Briefing und ein Fachgespräch zum Stadionneubau mit Progetto CMR/Sportium. Eine Fachkonferenz mit Unternehmenspräsentationen, Networking und individuellen B2B-Gesprächen am 23. Februar schafft anschließend Raum für den Austausch mit potenziellen Partnern. Fachbesuche der New Balance Arena in Bergamo und des Stadio Mapei in Reggio Emilia am 24. Februar ergänzen diese Gespräche um die Praxisperspektive. Nach der Weiterreise nach Rom folgen am 25. Februar ein Fachbesuch zum Stadionprojekt der AS Roma, weitere B2B-Gespräche und eine Feedbackrunde vor der Abreise. Das Programm ist vorläufig und wird an Teilnehmerinteressen und Verfügbarkeiten angepasst.

Damit erhalten die Teilnehmenden nicht nur Zugang zu konkreten Stadionvorhaben und Investitionsschwerpunkten, sondern auch zu Entscheidern aus Planung, Bau, Betrieb und technischer Ausrüstung. Die B2B-Gespräche werden auf Unternehmensprofil und Vertriebsziele abgestimmt, um belastbare Vertriebs- und Kooperationskontakte anzubahnen. DEinternational Italia koordiniert die Reise und begleitet die Unternehmen gemeinsam mit dem qualifizierten Netzwerk der AHK Italien und Partnern aus beiden Ländern.

Durch die Förderung beträgt der Eigenanteil netto 250 Euro bei weniger als 2 Millionen Euro Jahresumsatz und weniger als zehn Mitarbeitenden, 850 Euro bei weniger als 150 Millionen Euro Jahresumsatz und weniger als 750 Mitarbeitenden sowie 1.500 Euro ab 150 Millionen Euro Jahresumsatz oder ab 750 Mitarbeitenden. Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten tragen die Teilnehmenden. Das Projekt unterliegt den De-Minimis-Regelungen; individuelle Beratungsleistungen werden entsprechend bescheinigt. Die Teilnahme ist auf zwölf Unternehmen begrenzt. Anmeldungen werden nach Eingang berücksichtigt; KMU haben Vorrang vor Großunternehmen.

Interessierte Unternehmen können ihr Interesse bis zum 27. November 2026 über das Anmeldeformular bekunden. Nach interner Prüfung nimmt das AHK-Team Kontakt auf.

Weitere Informationen: 
Projektseite 
Projektflyer (pdf) 

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.gtai.de/mep abgerufen werden.