(GTAI) - Der Orbán-Herausforderer Péter Magyar steuert nach der Parlamentswahl am 12. April 2026 auf einen Erdrutschsieg zu. Seine Tisza-Partei könnte mit einer Zweidrittelmehrheit im Parlament regieren. Während Orbán den Ukraine-Krieg ins Zentrum seiner Kampagne stellte, konzentrierte sich Magyar auf innenpolitische Themen und adressierte die Alltagssorgen vieler Menschen in Ungarn. Er kritisierte Korruption im Umfeld der Regierungspartei und machte sie für Probleme im Gesundheits- und Bildungssystem sowie für die schwache wirtschaftliche Entwicklung verantwortlich. 

Die ungarische Wirtschaft stagniert seit drei Jahren: 2025 wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 Prozent. Lange trugen die exportorientierte Industrie, insbesondere die Automobilbranche, sowie umfangreiche EU-Fördermittel die Konjunktur. Seit über zwei Jahren ist die Industrieproduktion wegen schwacher Auslandsnachfrage rückläufig, zudem sind seit 2022 Milliarden an EU-Geldern eingefroren. Zuletzt stützte vor allem der private Konsum das Wachstum, auch begünstigt durch Wahlgeschenke der Fidesz-Regierung.

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