(BMWE) - Das Verbundprojekt „Nachhaltige Mobilität für Südosteuropa“ ist eine projektbezogene Fördermaßnahme aus dem Markterschließungsprogramm für KMU (MEP). Es wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) von der energiewaechter GmbH in Kooperation mit den Auslandshandelskammern (AHK) in Bulgarien, Kroatien und Serbien organisiert.
Als Teilnehmende werden fünf bis zehn deutsche Branchenunternehmen ausgesucht, die in einem Verbund gemeinsam die ausgewählten Zielmärkte in Südosteuropa strategisch bearbeiten und erschließen. Der Bundesverband Energiespeicher Systeme e.V. unterstützt das Projekt als Fachpartner.
Südosteuropa befindet sich beim Ausbau der Elektromobilität in einer frühen, aber dynamischen Entwicklungsphase mit deutlichen Unterschieden zwischen den Ländern. Kroatien verfügt mit über 2.000 Ladepunkten über die am weitesten entwickelte Infrastruktur, insbesondere entlang von Verkehrsachsen und in urbanen sowie touristischen Regionen, und plant im Zuge von EU-Vorgaben massive Investitionen in Ladeleistung, Netze und erneuerbare Energien. Bulgarien zeigt Fortschritte vor allem in Städten und entlang zentraler Transitkorridore, unterstützt durch EU-Fördermittel und mit wachsender Bedeutung von Energiespeichern, kämpft jedoch weiterhin mit strukturellen Herausforderungen und einem fragmentierten Ladenetz im ländlichen Raum. Serbien liegt beim Infrastrukturausbau deutlich zurück, verzeichnet jedoch durch internationale Investitionen und EU-nahe Förderprogramme zunehmende Impulse für die Elektromobilität. Insgesamt wird die Entwicklung in der Region stark durch den Ausbau erneuerbarer Energien, Speichertechnologien, europäische Fördermechanismen sowie infrastrukturelle und regulatorische Rahmenbedingungen bestimmt, wobei insbesondere Investitionen in Netze und Ladeinfrastruktur entscheidend für weiteres Wachstum sind.
Ziel des Projekts ist es, den teilnehmenden deutschen Unternehmen durch ein zunächst auf ein Jahr ausgelegtes Programm mit Hilfe des umfangreichen Instrumentariums des Markterschließungsprogramms den erfolgreichen Einstieg in die Zielmärkte Südosteuropas zu ermöglichen und nachhaltig zu begleiten.
Deutsche Anbieter von Systemen und Dienstleistungen für die Elektromobilität, das Verkehrs- & Parkraummanagement sollen nachhaltige Geschäftsbeziehungen zu den lokalen Akteuren des Energie-, Immobilien- & Verkehrssektors aufbauen. Neben der Information über den Zielmarkt stehen insbesondere Geschäftsanbahnungsreisen im Fokus der Aktivitäten. So ist eine dezidierte Geschäftsanbahnungsreise in jeden der drei Zielmärkte eingeplant (Zeitraum November 2026 - April 2027). Im Anschluss an die Geschäftsreisen erhält eine Delegation aus den drei Zielländern die Möglichkeit, Referenzprojekte und Niederlassungen der beteiligten deutschen Unternehmen zu besuchen. Flankierende Informationsangebote wie individuell auf das Unternehmen angepasste Zielmarktanalysen, Webinare und Briefings runden das Programm ab.
Im Rahmen eines Auftaktworkshops in Frankfurt am Main am 28. September 2026 werden mit den deutschen Teilnehmenden und den Organisatoren der Bedarf und die Erwartungen der Unternehmen eruiert, die Zielgruppen passgenau aufeinander abgestimmt sowie der Programmentwurf besprochen und angepasst.
Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Jahresbeitrag der Teilnehmenden beträgt für das Programmjahr (12 Monats-Zyklus) und in Abhängigkeit von der Größe des Unternehmens 1.000 EUR, 3.400 EUR oder 6.000 EUR netto. Anmeldeschluss ist der 28. August 2026. Die Berücksichtigung der Anmeldung erfolgt grundsätzlich bei gleicher Eignung in der Reihenfolge des Eingangs, KMUs haben Vorrang vor Großunternehmen. Eine fachliche Prüfung durch den Durchführer ist jedoch Voraussetzung für die finale Teilnahmebestätigung.
Weitere Informationen unter www.energiewaechter.de bzw. im Projektflyer
Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.gtai.de/mep abgerufen werden.