(GTAI) - Norwegen hat das Jahr 2026 zum "Jahr der Totalverteidigung" erklärt und setzt damit gezielt auf eine umfassende Stärkung der militärischen und zivilen Resilienz. Diese strategische Neuausrichtung sorgt kurz- bis mittelfristig für konjunkturelle Impulse. Konkret hat die Regierung ein umfangreiches Aufrüstungs- und Sicherheitsprogramm aufgelegt. Der Verteidigungshaushalt ist in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen: von umgerechnet rund 5,9 Milliarden Euro im Jahr 2021 auf etwa 16,3 Milliarden Euro 2026. Bereinigt um Sonderausgaben für die Ukraine beläuft sich der reguläre Etat noch auf rund 10 Milliarden Euro. Insgesamt investiert Norwegen damit 2026 rund 3,3 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) in die Verteidigung.

Bereits im Oktober 2024 verabschiedete die Regierung eine langfristige Verteidigungsplanung bis 2036, die im März 2026 verschärft wurde. Im Zentrum steht das Konzept der "Totalverteidigung", das darauf abzielt, zivile und militärische Ressourcen zu mobilisieren, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen und Angriffen zu stärken. Dies umfasst steigende Rüstungsinvestitionen sowie zusätzliche Ausgaben für kritische Infrastruktur und zivile Sicherheit. Häfen, Straßen und Flughäfen werden modernisiert, Energie- und IT-Netze abgesichert und die Katastrophenvorsorge ausgebaut.

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