(BMWE) - Vom 11. bis 15. April 2027 führt SBS systems for business solutions GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) eine Markterkundungsreise nach Katar und Kuwait durch. Sie wird in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Emiratischen Industrie- und Handelskammer (AHK VAE) sowie German Water Partnership e.V. durchgeführt. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme.

Sie ist Bestandteil der Exportinitiative Umwelttechnologien und wird im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen.

Die Reise nach Doha und Kuwait-Stadt bietet Unternehmen aus der Wasserwirtschaft die Möglichkeit, Marktbedingungen zu erkunden und Kontakte für künftige Geschäftsaktivitäten aufzubauen. Angesprochen sind insbesondere Anbieter von Wasser- und Abwasseraufbereitung, Entsalzungs- und Membrantechnologien, Wasserwiederverwendung, Speicher- und Verteiltechnik, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik, digitalen Lösungen und IT-/OT-Sicherheit für das Wassermanagement sowie Ingenieur-, Planungs- und Beratungsbüros. Beide Länder decken ihren Trinkwasserbedarf weitgehend über Meerwasserentsalzung und stehen vor der Aufgabe, eine zuverlässige Wasserversorgung sicherzustellen und ihre Wasser- und Abwasserinfrastruktur weiterzuentwickeln. In Katar stehen Versorgungssicherheit, Energie- und Ressourceneffizienz sowie die Digitalisierung im Mittelpunkt. Neben dem weiteren Ausbau von Entsalzungs- und Speicherkapazitäten gewinnen Smart Metering, digitale Leitsysteme, Echtzeit-Monitoring und der Schutz der Wasserversorgung als kritische Infrastruktur an Bedeutung. Ansatzpunkte für deutsche Unternehmen bieten sich bei energieeffizienten Pumpen und Antrieben, Membran- und Filtrationstechnik, Sensorik und Predictive Maintenance sowie bei der Absicherung vernetzter Steuerungssysteme. In Kuwait richtet sich der Blick auf Versorgungssicherheit, Redundanz und die Ertüchtigung bestehender Anlagen und Netze. Der Wassersektor zählt aktuell zu den wichtigsten Investitionsbereichen des Landes. Im Fokus stehen strategische Speicherung, Übertragung und Verteilung, die Reduzierung von Wasserverlusten durch Messtechnik und Leckageortung, Leitsysteme und OT-Sicherheit, Prozesswasser für die Industrie sowie die Behandlung und Wiederverwendung von Abwasser. Kurzfristig ergeben sich zudem konkrete Möglichkeiten bei Instandsetzung, Wartung, Ersatzteilen und Serviceverträgen. Spezialisierte Unternehmen können sich als Technologie- und Komponentenlieferanten in größere Infrastrukturvorhaben einbringen. Entscheidend sind die Kenntnis lokaler Vergabeverfahren und Projektstrukturen sowie belastbare Referenzen aus realisierten Projekten.

Die Markterkundung unterstützt die Teilnehmenden dabei, Zuständigkeiten, Vergabeverfahren, technische Anforderungen und mögliche Kooperationswege in beiden Ländern einzuschätzen. Zur Vorbereitung erhalten sie ein Zielmarktwebinar und ein branchenspezifisches Handout. Vor Ort sind Briefings, Seminare und Workshops sowie Unternehmens- und Behördenbesuche, Referenzbesichtigungen und Kontakttreffen vorgesehen. Ergänzend sind individuell vorbereitete B2B-Gespräche geplant. Die konkrete Programmplanung wird noch abgestimmt.

Vorgesehen sind 10 bis 15 Unternehmen. Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit von der Größe des Unternehmens zwischen 250 und 1.500 € (netto).

Anmeldeschluss ist der 18. Dezember 2026.

Weitere Informationen: 
Projektflyer (pdf) 

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.gtai.de/mep abgerufen werden.