Deutschland und Bangladesch pflegen seit Jahren enge wirtschaftliche Beziehungen. Deutschland ist der zweitgrößte Exportmarkt Bangladeschs, wobei über 90 Prozent der Exporte aus Textilien bestehen. Im Gegenzug importiert Bangladesch Maschinen, Chemikalien und Elektronik aus Deutschland.
Zahlreiche deutsche Unternehmen sind bereits in Bangladesch tätig. Rund 80 deutsche Firmen unterhalten Niederlassungen oder Repräsentanzen in Bangladesch, darunter multinationale Konzerne wie BASF, Bayer, Bosch und Siemens. Mit zunehmenden US-Zöllen auf chinesische Produkte prüfen deutsche Unternehmen derzeit Alternativen zur Produktion in China. Bangladesch - mit seiner großen Zahl an Arbeitskräften und einer aufstrebenden Mittelschicht - erscheint dabei als mögliche Option unter dem Stichwort „Diversifizierung“. Neue Branchen werden verstärkt in den Fokus genommen und bieten Marktpotentiale: zum Beispiel die Kreislaufwirtschaft und Gesundheitswirtschaft.