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Seminar
Termin: 05.09.2023
Ort: Gelsenkirchen, Deutschland
Veranstalter: IHK Nord Westfalen (Münster)

Die EU hat mit 158 Ländern (zuletzt Vereinigtes Königreich, Vietnam, Singapur, Kanada, Japan sowie vielen weiteren Staaten in Ost- und Südeuropa, den Mittelmeer-Anrainern, in Nord-, Mittel- und Südamerika, in Asien und Afrika) sogenannte Präferenzabkommen geschlossen. Damit soll ein besonderer Impuls für einen verstärkten Außenhandel mit Wirtschaftsentwicklung und erhöhter Beschäftigung gesetzt werden.
Weitgehend kann der Warenverkehr mit diesen Ländern auf Basis der Vereinbarungen zollfrei oder zollermäßigt abgewickelt werden. Es ist aber für die Inanspruchnahme der Vergünstigung notwendig, die Ursprungsregeln der Präferenzabkommen zu beachten, d. h., die Waren müssen in der EU bzw. in den Präferenzpartnerländern vollständig hergestellt oder ausreichend be- oder verarbeitet sein, bevor die jeweiligen Nachweisdokumente ausgefertigt werden dürfen.
Um die Ursprungseigenschaft seiner Exportprodukte beim Zollamt nachweisen zu können, ist der Ausfuhrbetrieb häufig auf Erklärungen seiner deutschen oder EU-Vorlieferanten angewiesen, die dokumentieren, dass die Herstellung der Teile, Komponenten oder auch Endprodukte, die er ausführen möchte, in der Europäischen Union bzw. in einem Präferenzpartnerland stattgefunden hat.
Diese "Lieferantenerklärungen" sind auf der Grundlage einschlägiger EU-Rechtsvorschriften auszufertigen, d. h., sowohl der Aussteller wie auch der Empfänger von Erklärungen muss wissen, welche Vorschriften und Regeln zu beachten sind, um bei der Verwendung von Lieferantenerklärungen richtig zu agieren. Leider gibt es aber eine Vielzahl möglicher Fehlerquellen und Risiken, die mit der Lieferantenerklärung verbunden sind.
Ziel des Seminars ist es, das System der Lieferantenerklärungen transparent zu machen sowie Wege aufzuzeigen, Risiken soweit wie möglich in den Griff zu bekommen.

Dieser Artikel ist relevant für:

Zoll und Einfuhr, Recht und Verträge