Grenzüberschreitende Einsätze von Arbeitnehmern und Selbständigen gehören im EU-Binnenmarkt zum Tagesgeschäft. In Grenzregionen wie der Großregion SaarLorLux fallen Wohnsitz- und Tätigkeitsstaat bei Grenzpendlern regelmäßig auseinander. Arbeitnehmer werden zur Ausführung von Arbeiten zeitweilig in andere EU-Länder entsandt oder arbeiten regelmäßig für einen oder mehrere Arbeitgeber in mehreren Staaten. Gelegentlich sind grenzüberschreitend tätige Arbeitnehmer auch noch in einem anderen Staat im Nebenerwerb selbständig tätig. Und gerade in Zeiten des Fachkräftemangels und Standortwettbewerbs ist flexibles Arbeiten z. B. Home-Office auch eine wichtige Stellschraube, um Mitarbeiter zu gewinnen und längerfristig ans Unternehmen zu binden. Ganz abgesehen von der Einhaltung der steuer- und arbeitsrechtlichen Normen sowie der administrativen Auflagen im Fall von Entsendungen stellt sich in all diesen Fällen die Frage, wie die erwerbstätige Person sozial abgesichert ist, bzw. welches nationale Sozialversicherungsrecht auf Sie zur Anwendung kommt. Fehler bei der Zuordnung des anwendbaren nationalen Rechts können zu erheblichen Risiken für die erwerbstätige Person, aber auch Vertragspartner und Arbeitgeber führen.
Das Webinar vermittelt die Grundlagen und anhand zahlreicher Fallbeispiele einen praxisnahen Einblick in die Systematik des internationalen Sozialversicherungsrechts in Europa.