(BMWE) - Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) organisiert die enviacon GmbH gemeinsam mit der AHK Polen sowie der AHK Baltikum im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU ein Verbundprojekt in Polen und Estland, welches in den Jahren 2026 – 2027 stattfindet.
Die Reise richtet sich an deutsche Unternehmen aus der Verteidigungs-, Sicherheits- und maritimen Industrie, die am Markteintritt oder am Aufbau von Partnerschaften in Polen und Estland interessiert sind. Angesprochen werden insbesondere Hersteller von Rüstungsgütern, Schiffs- und Anlagenbauer, IT- und Cybersicherheitsunternehmen sowie technologie- und dienstleistungsorientierte Unternehmen, einschließlich Sensorik, Systemintegration. Das Programm ist gezielt auf kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) ausgerichtet.
Polen und Estland zählen zu den am stärksten wachsenden Verteidigungsmärkten in Europa und entwickeln sich zu bedeutenden Standorten für die Rüstungs-, Sicherheits- und maritime Industrie. Polen investiert massiv in den Ausbau seiner Streitkräfte und in Großprojekte wie den sogenannten „Ostschild", während Estland sein Verteidigungsbudget deutlich erhöht und bis 2029 Investitionen in Milliardenhöhe plant. Um die sicherheitspolitische und industrielle Souveränität zu stärken, haben beide Regierungen gezielte Programme zur Förderung lokaler Produktions-, Kooperations- und Verteidigungskapazitäten aufgelegt.
Für deutsche Unternehmen ergeben sich daraus vielfältige Geschäftschancen, insbesondere in der Lieferung moderner Überwachungssysteme, beim Aufbau lokaler Produktionskapazitäten durch Joint Ventures mit Partnern wie der polnischen Rüstungsgruppe PGZ, in der Hafen- und Energieinfrastruktur sowie im Bereich Cyberverteidigung und KI-gestützter Sicherheitsarchitekturen. Ergänzt werden diese Potenziale durch Möglichkeiten in militärischer Logistik, Wartung und Ausbildung, Sensorik und Kommunikationstechnologie sowie in F&E-Kooperationen im Rahmen der estnischen Smart Defence Initiativ.
Das Verbundprojekt bietet ein strukturiertes Programm mit Marktinformationen, individuellen Geschäftsterminen und Netzwerkformaten, um konkrete Kooperationsmöglichkeiten zu identifizieren und nachhaltige Geschäftsbeziehungen aufzubauen.
Das Projekt ist Bestandteil des BMWE-Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil beträgt je nach Unternehmensgröße 750 EUR, 2.550 EUR oder 4.500 EUR netto. Die Teilnehmendenzahl ist auf maximal 10 Unternehmen begrenzt, wobei KMU Vorrang haben.
Anmeldeschluss ist der 30. Juni 2026.
Weitere Informationen finden Sie im Projektflyer
Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.gtai.de/mep abgerufen werden.