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(DIHK) - Die im Vereinigten Königreich (UK) aktiven deutschen Betriebe stehen weiterhin vor großen Herausforderungen, erwarten aber wieder bessere Geschäfte als zuletzt. Das zeigt die Frühlingsumfrage der Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) Großbritannien.

Auf die Entwicklung der britischen Wirtschaft insgesamt blicken die Anfang April befragten Unternehmen skeptisch: Nur 23 Prozent der Betriebe haben laut "German-British Business Outlook Spring 2023" positive Zukunftserwartungen an die britische Konjunktur; 37 Prozent gehen von einer Verschlechterung aus.

Geschäftserwartungen deutlich aufgehellt
Im Gegensatz dazu rechnen 43 Prozent für die kommenden zwölf Monate mit einer Verbesserung ihrer eigenen Geschäfte – im Herbst vergangenen Jahres hatten nur 24 Prozent an eine positive Entwicklung geglaubt. Der gestiegene Optimismus schlägt auch auf die Investitions- und Beschäftigungspläne durch: 32 Prozent der Befragten möchten mittelfristig mehr investieren; sogar 46 Prozent beabsichtigen, neue Mitarbeiter einzustellen.

Die größte Herausforderung für die Betriebe ist aktuell der Fachkräftemangel: 46 Prozent nennen dieses – teils durch die neuen aufenthaltsrechtlichen Restriktionen verursachte – Problem als Geschäftshemmnis. Jeweils 40 Prozent der Befragten kämpfen mit Handelsbarrieren und anderen Brexit-bedingten administrativen Mehraufwendungen beziehungsweise mit gestiegenen Energiekosten.

Mittelfristig betrachtet die große Mehrheit der Unternehmen (58 Prozent) die Inflation als geopolitische Herausforderung, gefolgt von wachsender politischer Einflussnahme auf Lieferketten (42 Prozent) und Cybersicherheit (36 Prozent).

Nordirland-Protokoll hat wenig Einfluss
Dass die EU und Großbritannien Ende Februar mit dem Rahmenabkommen von Windsor einen Kompromiss im Streit um das Nordirland-Protokoll gefunden haben, beeindruckt die Wirtschaft offenbar nicht allzu sehr: Zwar erwarten 4 Prozent der Unternehmen deutliche und 39 Prozent "gewisse" Verbesserungen der europäisch-britischen Beziehungen; mit einem signifikant positiven Effekt auf ihre eigenen wirtschaftlichen Tätigkeiten rechnen jedoch nur 2 Prozent der Befragten.

Sie finden die kompletten Umfrageergebnisse in englischer Sprache zum Download auf der Website der AHK Großbritannien.

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