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(DIHK) - Die deutschen Ausfuhren sind im Dezember 2022 einmal mehr deutlich abgesackt. Und auch für das neue Jahr sieht Melanie Vogelbach, DIHK-Bereichsleiterin Internationale Wirtschaftspolitik, Außenwirtschaftsrecht, viele Risikofaktoren.

Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes exportierten deutsche Hersteller im Dezember 2022 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 127,4 Milliarden Euro ins Ausland – ein Minus von 6,3 Prozent gegenüber dem Vormonat November. Im Gesamtjahr 2022 legten die Exporte kalender- und saisonbereinigt um 14,3 Prozent zu. Die Steigerungen basieren jedoch zu einem großen Teil auf Preiseffekten.

"Der massive Rückgang der Ausfuhren ist symptomatisch für ein insgesamt herausforderndes Jahr der deutschen Außenwirtschaft", bilanziert Melanie Vogelbach die Entwicklung. "Lieferkettenprobleme, enorme Preissteigerungen und geopolitische Risiken haben den exportierenden Unternehmen zugesetzt."

Und auch 2023 blieben die globalen Unsicherheiten groß, warnt die DIHK-Expertin: "Weiterhin hohe Inflationsraten, eine restriktive Geldpolitik in den USA und der Eurozone sowie mögliche Corona-bedingte Produktionsausfälle in China dämpfen die Erwartungen der Betriebe an die Weltwirtschaft. Zudem lasten die im globalen Vergleich hohen Energiepreise auf der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen." 


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