(BMWE) - Vom 18. bis zum 22. Mai 2026 führt die Deutsch-Amerikanische Handelskammer (AHK USA - San Francisco) in Zusammenarbeit mit der SBS systems for business solutions GmbH eine Geschäftsanbahnungsreise nach Los Angeles durch.
Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme, die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) stattfindet. Sie ist Bestandteil der Exportinitiative Umwelttechnologien und wird im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU). Die fünftägige Reise zum Thema Nachhaltige Mobilität gibt Teilnehmenden die Möglichkeit, individuelle Geschäftstermine mit lokalen Entscheidungsträgern in Los Angeles wahrzunehmen und von Fachexperten über die neusten Entwicklungen auf dem US-Markt zu lernen.
Der US-Markt für nachhaltige Mobilität befindet sich in einer Phase starken Wachstums. Besonders die Elektromobilität hat stark an Fahrt aufgenommen: Im Jahr 2024 wurden in den USA rund 1,3 Mio. Elektro-Pkw verkauft, ein Marktanteil von über 10 Prozent. Unterstützt wird diese Entwicklung durch umfangreiche Investitionen in Ladeinfrastruktur und staatliche Förderprogramme wie das NEVI-Programm, das mit 5 Mrd. USD dotiert ist. Auch alternative Antriebe und autonome Fahrzeuge gewinnen zunehmend an Bedeutung, was den Innovationsdruck im gesamten Mobilitätssektor weiter erhöht.
Kalifornien ist dabei Leitmarkt für nachhaltige Mobilität in den USA. Der Bundesstaat verfolgt ambitionierte Klimaziele und will bis 2045 CO₂-Neutralität erreichen. Dafür setzt er konsequent auf emissionsfreie Fahrzeuge. Bereits über ein Drittel aller in den USA verkauften Elektroautos entfallen auf Kalifornien. Im ersten Halbjahr 2024 lag der Anteil von Zero-Emission Vehicles (ZEV) bei den Neuzulassungen bei 25,7 Prozent. Ein Investitionsplan über 1,9 Mrd. USD sieht bis 2027 den massiven Ausbau von Lade- und Wasserstoffinfrastruktur vor. Ergänzend erhält Kalifornien rund 384 Mio. USD aus Bundesmitteln. Ziel ist ein landesweit führendes Ladenetz mit über 250.000 Ladepunkten.
Besonders im Großraum Los Angeles entstehen durch die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele 2028 zusätzliche Impulse. Hier fließen rund 900 Mio. USD in nachhaltige Verkehrslösungen, darunter elektrische Busflotten, Mobilitätsknotenpunkte und Pilotprojekte für autonomes Fahren. Die Region ist schon heute ein Hotspot für Robotaxi-Tests großer Technologiekonzerne wie Waymo oder Zoox. Gleichzeitig bietet Los Angeles deutschen Unternehmen ideale Einstiegsmöglichkeiten: Der Bedarf an Fahrzeugen, Ladeinfrastruktur, Softwarelösungen und städtischer Verkehrsplanung ist hoch, und die Stadt zeigt konkretes Interesse an internationaler Zusammenarbeit.
Im Zuge dieses Projektes werden industriespezifische Zielmarktinformationen und konkrete Werkzeuge vermittelt, um erfolgreich in den US-Markt einzusteigen. Die Deutsch-Amerikanische Handelskammer (AHK USA - San Francisco) spricht gezielt die lokale Industrie an und organisiert individuell zugeschnittene Einzeltermine mit amerikanischen Unternehmen und Multiplikatoren. An der Geschäftsanbahnungsreise können acht bis maximal zwölf Unternehmen teilnehmen.
Anmeldeschluss ist der 18. Februar 2026.
Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt, wobei KMU Vorrang vor Großunternehmen haben.
Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 250 und 1.500 EUR (netto).
Für mehr Informationen oder bei Fragen melden Sie sich gerne bei den aufgeführten Kontakten.
Weitere Informationen:
Projektflyer (pdf)
Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.gtai.de/mep abgerufen werden.