(BMWK) - Vom 26.02.2024 bis zum 01.03.2024 führt die AHK Indonesien, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, eine Geschäftsanbahnung nach Indonesien durch. Die Projektdurchführung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem VDMA e.V. Fachverband Marine Equipment and Systems sowie der econAN international GmbH.

Das mehrtägige Programm führt die Teilnehmenden in die Hauptstadt Jakarta und das Schiffbauzentrum Surabaya. Ziel ist es, den teilnehmenden deutschen Unternehmen den Geschäftseinstieg sowie den Ausbau bereits bestehender Geschäftsbeziehungen in Indonesien zu ermöglichen. Während der Geschäftsanbahnung stehen die Vorstellung der Produkte der teilnehmenden Unternehmen im Rahmen einer Präsentationsveranstaltung vor lokalem Fachpublikum, sowie die Vermittlung von direkten firmenspezifischen B2B-Treffen mit potenziellen Geschäftspartnern im Vordergrund. Das Programm ergänzen Besuche bei lokalen Institutionen und Unternehmen. In Surabaya ist der Besuch bei einer Werft vorgesehen. Als inhaltlichen Vorbereitung auf die Reise erhalten die Teilnehmenden eine Zielmarktanalyse sowie ergänzende produktspezifische Marktinformationen.

Indonesien ist ein aussichtsreicher Markt für die deutsche Schiffindustrie, insbesondere Anfertigungen und Anwendungen mit hohem Technologieanteil und geringem CO2-Ausstoß. Indonesien strebt an, bis 2060 emissionsneutral zu werden. Die Schifffahrtsindustrie verursacht 19 Prozent der indonesischen CO2-Emissionen. Der Modernisierungsbedarf bei der aus geschätzten 80.000 Schiffen bestehende Flotte wird als hoch eingeschätzt. Die zum staatlichen Öl- und Gaskonzern Pertamina gehörende Reederei Pertamina International Shipping (PIS) geht voran und will verstärkt auf grüne Technologien setzen. In den nächsten 10 Jahre sollen bis zu USD 1,6 Mrd. in neue umweltfreundliche Schiffe und nachhaltige Technik investiert werden. Andere werden folgen. International operierende Reedereien müssen die neuen IMO-Auflagen erfüllen. Die Technologie für notwendige Umrüstungen auf effizientere Antriebe muss importiert werden. Trotz Lokalisierungsbestrebungen ist der indonesische Schiffbau-Sektor auch weiterhin stark von aus dem Ausland importierten Komponenten abhängig. Ebenso weit oben auf der Agenda der Regierung steht die Digitalisierung des Hafen-Managements zur Reduzierung von Wartezeiten. Für Anbieter von Lösungen für die Offshore-Industrie sind die indonesischen Projekte zur Öl- und Gasförderung interessant. 

Die Geschäftsanbahnung richtet sich insbesondere an KMU, Selbstständige der gewerblichen Wirtschaft sowie fachbezogene Freie Berufe und wirtschaftsnahe Dienstleistungsunternehmen mit Geschäftsbetrieb in Deutschland und entsprechenden Branchenschwerpunkten. Bei der Vergabe der Teilnehmerplätze wird daher kleinen und mittleren Unternehmen Vorrang gegenüber Großunternehmen eingeräumt.

Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 500 und 1.000 EUR (netto).     

Eine verbindliche Anmeldung ist bis zum 24.11.2023 möglich.

Weitere Informationen finden Sie im Projektflyer

Informationen zum Markterschließungsprogramm für KMU finden Sie unter www.gtai.de/mep.


Weitere Meldungen

Suche EXPORTGUIDE-News

Unternehmerreise für interessierte deutsche Unternehmen

Mehr lesen