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(BMWE) - Japan zählt zu den weltweit führenden Märkten für Leichtbau und Faserverbundwerkstoffe. Aktuell organisiert SBS systems for business solutions GmbH, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) und in Zusammenarbeit mit Composites United e.V., für 2026-27 ein einjähriges Verbundprojekt in Japan.

Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU, die sich an kleine und mittlere deutsche Unternehmen richtet. Ziel ist es, deutschen Unternehmen der Leichtbautechnologien eine strukturierte und strategisch fundierte Unterstützung beim erfolgreichen Markteintritt in Japan zu bieten.

Als Heimat globaler Konzerne wie Toray, Teijin und Mitsubishi Chemical verfügt Japan über eine einzigartige vertikale Integration – von der Faserproduktion bis zur Bauteilefertigung. Der Markt umfasst carbonfaserverstärkte Kunststoffe (CFK), glasfaserverstärkte Kunststoffe (GFK) sowie Hybridwerkstoffe. Japan ist mit rund 50 % Weltmarktanteil bei Carbonfasern der bedeutendste Produzent global. Das Marktvolumen für Composites wird bis 2030 auf über 6 Mrd. USD geschätzt, getrieben durch staatliche Förderung im Rahmen der Green Transformation (GX)-Strategie. Die Nachfrage konzentriert sich auf folgende Kernsektoren: Luftfahrt & Raumfahrt (Strukturbauteile, Raumfahrtprogramme der JAXA), Automobil (Leichtbau für Elektrofahrzeuge, Wasserstofftanks), Windenergie (Rotorblätter für Offshore-Anlagen) sowie Infrastruktur & Bauwesen (Brückenverstärkung, Erdbebenschutz). Wachstumsimpulse kommen zudem aus der Drohnen- und Urban-Air-Mobility-Branche. Gleichzeitig besteht Bedarf an innovativen Produktionsverfahren, Recyclinglösungen und kosteneffizienten Composite-Anwendungen.

Für die Teilnahme werden bis zu zehn deutsche Unternehmen ausgewählt, die den japanischen Zielmarkt gemeinsam strategisch bearbeiten und schrittweise erschließen. Ziel des Projekts ist es, den teilnehmenden Firmen mithilfe des umfassenden Instrumentariums der BMWE-Außenwirtschaftsförderung im Rahmen eines zunächst einjährigen Programms den erfolgreichen Markteintritt in Japan zu ermöglichen und nachhaltig zu begleiten. Eine Verlängerung um ein weiteres Jahr ist möglich, um die Implementierung sowie die Vertiefung der Geschäftsbeziehungen weiter zu fördern. Darüber hinaus eröffnet das Programm den Teilnehmern die Chance, sich untereinander zu vernetzen und durch einen gemeinsamen Marktauftritt als Konsortium sichtbar zu werden. Zur Vorbereitung sind Workshops in Deutschland, Delegationsreisen nach Japan sowie Gegenbesuche japanischer Einkäufer und Multiplikatoren in Deutschland geplant.

Die konkrete Programmstruktur sowie die branchenspezifische Ausrichtung werden im Auftaktworkshop im September 2026 gemeinsam mit den Veranstaltern und den beteiligten Unternehmen festgelegt.

Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Jahresbeitrag der Teilnehmenden beträgt für jedes Programmjahr (12 Monats-Zyklus) und in Abhängigkeit von der Größe des Unternehmens zwischen 750 € und 4.500 € (netto).

Weitere Informationen unter https://germantech.org/vp-japan-2026-27-leichtbau/ bzw. im Projektflyer

Anmeldeschluss ist der 10. Juli 2026.

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.gtai.de/mep abgerufen werden. 

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