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(BMWE) - Vom 09. bis zum 13. November 2026 führt ITKAM – Italienische Handelskammer für Deutschland e.V. im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie eine Geschäftsanbahnungsreise nach Italien durch. 

Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des Markterschließungsprogramms. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU). Das Projekt richtet sich in erster Linie an deutsche Produzenten und Zulieferer aus dem Schiffbau und der maritimen Industrie, insbesondere aus den Bereichen Kreuzfahrtschiffe, Großyachten und maritime Digitalisierung. Die Reise führt zu verschiedenen Zielen an der nördlichen italienischen Adriaküste.

Italien ist der umsatzstärkste Werftstandort in der EU. Die Italienischen Werften haben 2025 einen Nettoumsatz von 15,5 Milliarden Euro erzielt. Der italienische Markt für Schiff- und Bootsbau (inkl. Yachten) wird neben einer Vielzahl von kleinen und mittelständischen Unternehmen durch eine überschaubare Anzahl großer Konzerne dominiert. Hierzu gehören vor allem die Unternehmensgruppen FINCANTIERI, AZIMUT-BENETTI und FERRETTI sowie der Yachtbauer SANLORENZO S.P.A. 

Im Bereich Boots- und Yachtbau, vor allem bei der Konstruktion von Luxusyachten baut Italien seine weltweite Führungsposition weiter aus und erreicht mit 572 sich im Bau befindenden Einheiten einen neuen Spitzenwert (Stand März 2025). Die internationale nautische Industrie bewegt sich weiterhin in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Laut dem „La Nautica in Cifre Monitor – Trend di Mercato 2025/2026“ entwickelte sich der weltweite Markt für Luxusyacht-Bestellungen im Jahr 2025 insgesamt rückläufig. Italien registrierte dabei einen Rückgang von 28 Einheiten im Vergleich zu 2024. Trotz der aktuellen Marktentwicklung bestätigt Italien auch im Jahr 2026 seine führende Position im Bereich der Superyachten. Laut dem von Boat International veröffentlichten Global Order Book hält die italienische Industrie weiterhin die Spitzenposition bei Aufträgen für Yachten über 24 Meter Länge. Die Aussichten für die italienische Schiffbauindustrie bleiben insgesamt positiv, insbesondere dank des bedeutenden Beitrags des Superyacht-Sektors.

Italien zählt weiterhin zu den weltweit führenden Standorten im Kreuzfahrtschiffbau und nimmt innerhalb Europas eine Schlüsselrolle ein. Das Unternehmen Fincantieri erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von über 9 Milliarden Euro und verfügt im Jahr 2026 über einen Auftragsbestand von rund 36 Kreuzfahrtschiffen. Damit sind mehrere Werften des Konzerns bereits für die kommenden zehn Jahre ausgelastet.

Die Geschäftsanbahnungsreise bietet deutschen Unternehmen der maritimen Industrie, die ihre Präsenz auf dem italienischen Markt weiter ausbauen möchten, neben einer intensiven Vorbereitung eine gezielte Unterstützung beim Auf- und Ausbau der Geschäftsaktivitäten vor Ort. Da die italienische Schiffbauindustrie die gesamte Wertschöpfungskette abbildet, bieten sich grundsätzlich in allen Bereichen der Branche Chancen für deutsche Unternehmen. Die teilnehmenden Unternehmen können sich und ihre Produkte im Rahmen eines Fachsymposiums interessierten italienischen Schiffbauern, Unternehmen und Verbänden präsentieren. Individuell vorbereitete Geschäftsgespräche mit potenziellen italienischen Partnern bieten die Möglichkeit, Chancen für Kooperationen auszuloten und ggf. konkrete Geschäfte abzuschließen. Zudem zählen Werftbesichtigungen zum Programm. 

Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 250 und 1.500 EUR (netto).

Anmeldeschluss ist der 31.07.2026. 

Weitere Informationen finden Sie im Projektflyer

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.gtai.de/mep abgerufen werden. 

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