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(GTAI) - Saudi-Arabien muss seine Krankenhauskapazitäten bis 2030 um etwa 20.000 auf 98.000 Betten erhöhen. Das besagt eine 2022 veröffentliche Prognose des internationalen Immobiliendienstleisters Colliers. Andere Kalkulationen geben geringere Werte an, jedoch besteht unter Experten Einvernehmen, dass eine starke Kapazitätsausweitung erforderlich ist.

Seit Sommer 2023 liegen Daten des Bevölkerungszensus 2022 vor, die zu einer Senkung bei den Bedarfsplanungen führen dürften. Vor dem Zensus wurde Saudi-Arabiens Bevölkerung im Jahr 2022 auf 35 Millionen bis 36 Millionen geschätzt. Die 2022 Revision of World Population Prospects der Vereinten Nationen weist eine Bevölkerung von 36,4 Millionen aus, für 2030 werden 40,5 Millionen prognostiziert.

Der Zensus 2022 registrierte jedoch nur 32,2 Millionen Einwohner, davon 18,8 Millionen saudi-arabische Staatsangehörige und 13,4 Millionen Ausländer. Bis 2030 erscheint nun ein Bevölkerungsanstieg auf 37 Millionen realistisch. Unterstellt wird dabei ein durchschnittliches Wachstum der einheimischen Bevölkerung von jährlich 2,1 Prozent und eine Erhöhung der ausländischen Bevölkerung bis 2030 auf 15 Millionen.

Der Anstieg bei den Ausländern setzt jedoch eine lebhafte Konjunktur voraus. Die Zahl der ausländischen Bevölkerung hängt stark vom Arbeitskräftebedarf ab. Während der Wirtschaftskrise 2020/2021 sank sie um 1,2 Millionen.

Bei einer Bevölkerungszahl von 37 Millionen bis 38 Millionen im Jahr 2030 wären zur Stabilisierung der aktuellen Relation von 24,3 Krankenhausbetten pro 10.000 Einwohner zusätzliche 12.000 bis 14.000 Betten erforderlich. Saudi-Arabien will allerdings seine im internationalen Vergleich niedrige Betten-Einwohner-Relation verbessern. In den OECD-Ländern gab es 2019 durchschnittlich 44 Betten pro 10.000 Einwohner.

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