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(BMWK) - Vom 04.11.2024 bis zum 08.11.2024 führt die AHK Indonesien, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, eine Geschäftsanbahnung nach Indonesien durch.

Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme. Sie ist Bestandteil der Exportinitiative Umwelttechnologien und wird im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU). Die Projektdurchführung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem VDMA e.V. Fachverband Abfall- und Recyclingtechnik, German RETech Partnership e.V. sowie Bondacon International.

Das mehrtägige Programm führt die Teilnehmenden in die Hauptstadt Jakarta und das Plastikrecyclingzentrum Surabaya im Osten der wirtschaftlich wichtigsten Insel Java. Ziel ist es, den teilnehmenden deutschen Unternehmen den Geschäftseinstieg sowie den Ausbau bereits bestehender Geschäftsbeziehungen in Indonesien zu ermöglichen. Während der Geschäftsanbahnung stehen die Vorstellung der Produkte der teilnehmenden Unternehmen im Rahmen einer Präsentationsveranstaltung vor lokalem Fachpublikum, sowie im Vorfeld vereinbarte individuelle Termine mit potenziellen Geschäftspartnern im Vordergrund. Das Programm ergänzen Besuche bei lokalen Institutionen und Unternehmen sowie Netzwerk-Veranstaltungen mit Mitgliedsunternehmen lokaler Fachverbände. Als Vorbereitung auf die Reise werden ein für die Teilnehmenden exklusives Online-Seminar organisiert sowie ergänzende Marktinformationen bereitgestellt.

Indonesien ist ein Schwellenland, groß, dynamisch und strebend nach mehr. Die Abfallwirtschaft im größten Archipel der Welt mit seinen fast 280 Mio. Einwohner/-innen befindet sich noch im Aufbau. Abfälle gelangen primär unsortiert auf die zahlreichen Deponien im Land. Nur ein kleiner Teil der Plastikabfälle gelangt über die formale und informelle Einsammlung an die Recycler (ca. 10 %). Mehr als 60 % der Reststoffe werden verbrannt, gelangen in Gewässer oder werden außerhalb der Deponien entsorgt. Nach Jahrzehnten der reinen Landauffüllung haben die Deponien ihren Kapazitätsgrenzen erreicht. Gleichzeitig muss die lokale Recyclingindustrie verwertbare Reststoffe (z.B. Papier und Plastik) importieren, um die lokalen Fertigungskapazitäten auszulasten. Die stoffliche und thermische Verwertung von Reststoffen und Deponieabfällen wird sukzessive ausgebaut. Der Technologiebedarf zur Sammlung, Sortierung und Verwertung nimmt zu. Lokale und internationale Unternehmen der Konsumgüterindustrie schaffen Kapazitäten zur Verarbeitung von rPET. Deutsche Unternehmen haben trotz des höheren Preisniveaus sehr gute Chancen, da in der Zukunft das Food-Grade-Recycling an Bedeutung gewinnen wird. Lokale Recycling-Unternehmen bedienen dieses Feld bisher nicht. Indonesien öffnet sich auch weiter für die thermische Verwertung. Deutsche Unternehmen engagieren sich. Mit Abfallverbrennungsanlagen wird Elektrizität produziert. In RDF umgewandelte Abfälle werden als Ersatz für Kohle u.a. in Zementfabriken als Brennstoff verwendet. In solchen Anlagen werden u.a. Sortiermaschinen und Förderbänder benötigt, um werthaltige Reststoffe, z.B. PET auszusortieren und dem Recycling-Prozess zuzuführen.

Das Programm richtet sich insbesondere an KMU, Selbstständige der gewerblichen Wirtschaft sowie fachbezogene Freie Berufe und wirtschaftsnahe Dienstleistungsunternehmen mit Geschäftsbetrieb in Deutschland und entsprechenden Branchenschwerpunkten. Bei der Vergabe der Teilnehmerplätze wird daher kleinen und mittleren Unternehmen Vorrang gegenüber Großunternehmen eingeräumt. Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 500 und 1.000 EUR (zzgl. 11 % indonesische MwSt.).     

Eine verbindliche Anmeldung ist bis zum 31. Juli 2024 möglich. 

Weitere Informationen finden Sie im Projektflyer

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.gtai.de/mep abgerufen werden. 

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