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(BMWK) - Vom 15. bis zum 19.04.2024 führen die AHK Portugal und die AHK Spanien, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), eine Geschäftsanbahnung nach Portugal und Spanien durch. 

Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).

Portugal verfügt über ein Schienennetz, das auf 3.622 Kilometer die Städte und Regionen des Landes verbindet und den Personen- wie auch den Güterverkehr bedient. Der Nahverkehr per Zug transportierte 2022 mehr als 171 Mio. Passagiere, in den U-Bahn-Systemen ("Metro") wurden 218 Mio. Passagiere befördert. In den kommenden Jahren ist der Ausbau von Hochgeschwindigkeitsstrecken, vor allem die Strecken Lissabon-Porto und Évora-Elvas, vorgesehen. Letztere ist ein Schlüsselelement für die schnelle Verbindung zwischen Lissabon und Madrid.

Spaniens Industrie für Bahntechnik und Bahnanlagenbau ist international führend. 2023 belief sich die Gesamtlänge des Eisenbahnnetzes auf 15.652 Kilometer. Das Hochgeschwindigkeitsnetz über 3.967 Streckenkilometer ist das zweitgrößte der Welt. Das Land investiert auch zukünftig kräftig in den Ausbau des Schienennetzes. Neben lokalen und regionalen Schwerpunkten haben die Hochgeschwindigkeitsverbindung nach Portugal, die Schließung der Lücken entlang des Mittelmeerkorridors und die Anbindung Nordspaniens ans nationale Hochgeschwindigkeitsnetz Priorität.

Obwohl Portugal und Spanien in den Bereichen Bahntechnik und Schienenverkehr bereits gut aufgestellt sind, bestehen branchenspezifische Herausforderungen, wie z.B. fehlende Kompatibilität von Spurweiten mit anderen EU-Ländern, Effizienz bei Einsatz von Infrastruktur und Betriebsmitteln sowie Ausbau und Modernisierung des Streckennetzes (inkl. der Hochgeschwindigkeitsstrecke Lissabon-Madrid). Vor diesem Hintergrund ergeben sich interessante Geschäftschancen für deutsche Herstellende und Anbietende von Produkten und Lösungen in diesen Bereichen.

Im Vorfeld dieser Geschäftsanbahnungsreise vermittelt ein Zielmarktwebinar einen detaillierten Einblick in die beiden Zielmärkte und relevante Informationen zum Ablauf der Reise. Als Auftakt finden in Portugal und Spanien jeweils ein Briefing der deutschen Delegation sowie ein gemeinsames Abendessen statt. Im Rahmen von zwei Präsentationsveranstaltungen mit anschließendem Networking und B2B-Gesprächen können die deutschen Teilnehmenden u.a. ihre Produkte und Lösungen präsentieren sowie Marktpotenziale und Absatzchancen identifizieren. Des Weiteren sind weitere B2B-Gespräche mit potenziellen Geschäftspartner/innen in beiden Ländern bzw. Clustertreffen in Form von Besuchen regionaler Referenzprojekte vorgesehen.

Exportpotenzial besteht in den Bereichen:

  • Infrastrukturunternehmen (Leit- und Sicherungstechnik, Gleisbau, Weichen, Elektrifizierung etc.)
  • Komponenten- und Subsystemherstellung (Motoren, Getriebe, Kupplungen, Klima- und Elektrotechnik, Bremsen, Inneneinrichtung, Waggons, Bauteile etc.)  
  • Ingenieurdienstleistungen (Planung, Produktentwicklungen, Engineering, nachhaltige Mobilität, integrierte Systemlösungen etc.) 
  • Servicedienstleistungen (Wartung, Instandhaltung, Modernisierung, Ersatzteile etc.)

Anmeldeschluss ist der 15. Januar 2024

Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 500 und 1.000 EUR (netto). Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten werden von den Teilnehmenden selbst getragen. 

Weitere Informationen: 
Projektflyer - ausführliche Hintergrundinformationen zum Zielmarkt inkl. Rahmenprogramm (pdf) 
Anmeldeunterlagen (pdf) 

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.gtai.de/mep abgerufen werden.

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