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(BMWK) - Von 2022 bis 2024 führt die Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer (AHK Frankreich), im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, ein Verbundprojekt nach Frankreich durch. Es handelt sich hierbei um eine projektbezogene  Fördermaßnahme. Sie ist Bestandteil der Exportinitiative Gesundheitswirtschaft und wird im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt.

Frankreich ist ein besonders attraktiver Markt für Medizinprodukte: Mit einer Bevölkerung von 65,4 Millionen Menschen (von denen fast 20 Prozent älter als 65 Jahre alt sind), einer universellen  Gesundheitsversorgung und einem krankenhauszentrierten Gesundheitssystem mit zahlreichen medizinischen Spitzenbereichen liegt das Land bei den Gesundheitsausgaben unter den OECD-Ländern an vierter Stelle. Die zunehmende Digitalisierung des französischen Gesundheits- beziehungsweise Krankenhaussektors bietet für die Medizinproduktebranche gute Marktchancen. Eine alternde Bevölkerung, die Zunahme chronischer Krankheiten und systemischer Personalmangel begünstigen zusätzlich die Entwicklung der Medizintechnik im stationären Bereich.

Auf der Nachfrageseite ist der Krankenhaussektor ein sicherer Absatzmarkt mit einem Trend zur Dezentralisierung von Einkauf und Informationssystemen auf regionaler Ebene. In den nächsten Jahren wird auch ein Wachstum der Pflegeeinrichtungen erwartet. Darüber hinaus deckt die französische Medizinproduktebranche ein sehr breites Produktspektrum ab und ist relativ schwach strukturiert. Das Wettbewerbsumfeld ist moderat und bietet deutschen Anbietern von Medizinprodukten beziehungsweise dazugehöriger Software echte Chancen, sich in Frankreich zu etablieren. Diese und weitere Trends weisen auf günstige Aussichten für deutsche Anbieter von Medizinprodukten in Frankreich hin. In einem Markt, in dem vertrauenswürdige Partnerschaften bevorzugt werden, ist ein langfristiges  Kooperationsprogramm mehr als sinnvoll. 

Ziel des Projekts ist es, den teilnehmenden deutschen Unternehmen durch ein zunächst auf zwei Jahre ausgelegtes Programm mit Hilfe des umfangreichen Instrumentariums der BMWK-Außenwirtschaftsförderung den erfolgreichen Einstieg in den französischen Zielmarkt zu ermöglichen und nachhaltig zu begleiten. Dabei sollen stabile und nachhaltige Geschäftsbeziehungen zu Partnern aus dem Gesundheitssystem in Frankreich aufgebaut und eine Win-Win-Situation in der deutsch-französischen Zusammenarbeit geschaffen werden. Ein erfahrenes und engagiertes Team der AHK 
Frankreich wird für die Unternehmen einerseits der individuelle Ansprechpartner für alle Belange im Frankreichgeschäft sein, und andererseits organisiert sie Events wie z.B. Präsentationsveranstaltungen vor einem Fachpublikum mit konkreten B2B-Terminen, Firmenbesuche vor Ort bei potenziellen Geschäftspartnern sowie Roundtable-Gespräche mit den wichtigsten Multiplikatoren.

Das Exportförderprogramm bietet den teilnehmenden Unternehmen folgende Leistungen:

  • Vermittlung branchenspezifischer Informationen zum französischen Markt im Rahmen einer 
  • Zielmarktanalyse,
  • Übermittlung von wichtigem Know-how in Frankreich durch in Deutschland organisierte 
  • Informationsveranstaltungen und Online-Workshops mit Branchenexpert:innen,
  • Markterkundungsreise um genaueren Einblick in den französischen Krankenhaussektor, seine territoriale 
  • Strukturierung seine Akteurskonstellation zu verschaffen,
  • Geschäftsanbahnungsreise, um erste Kontakte in den französischen Gesundheitseinrichtungen zu knüpfen und Absatzmöglichkeiten zu verbessern,
  • Leistungspräsentation der deutschen Teilnehmer:innen vor einem ausgewählten Fachpublikum, um den 
  • französischen Entscheidungsträgern einen attraktiven Einblick in das deutsche Know-how zu bieten,
  • Begegnung einer Delegation von französischen Einkäufer:innen und Multiplikator:innen, die sich über 
  • Technologien und Know-how in Deutschland informieren und Referenzprojekte besuchen.

Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms (MEP) für KMU und unterliegt den De-Minimis Regelungen. Der Jahresbeitrag der Teilnehmenden für jedes Programmjahr (12 Monats-Zyklus) beträgt in Abhängigkeit von der Größe des Unternehmens zwischen 1.500, 2.250 und 3.000 Euro (netto).

Zur Teilnahme berechtigt sind maximal 10 deutsche Unternehmen der Gesundheitswirtschaft mit Geschäftstätigkeit in Deutschland.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Website der AHK Frankreich bzw. im Projektflyer
 

Unter www.gtai.de/mep kann eine Übersicht zu weiteren Projekten des MEP abgerufen werden.

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