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(BMWK) - Vom 26. bis zum 30.06.2023 führt die AHK Portugal, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), eine Geschäftsanbahnung nach Portugal durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme. 

In Portugal werden täglich ca. 190 Liter Wasser pro Einwohner (inkl. Privatverbrauch, Verbrauch in Handel, Industrie und Landwirtschaft) verbraucht, wobei Lissabon mit etwa 280 Litern / Person den höchsten durchschnittlichen Wasserverbrauch aufweist. Gleichzeitig regnet es immer weniger, sodass 2022 in Portugal eine schwere Dürre herrschte, die nach Angaben der Behörden die schlimmste der letzten 100 Jahre war.

Vor diesem Hintergrund spielen v.a. die Wasserverluste beim Transport eine besondere Rolle. Jedes Jahr gehen 1,94 Mrd. Liter Wasser durch die mehr als 110.000 Kilometer langen öffentlichen Wasserverteilungs- und Kanalisationssysteme verloren, wobei u.a. die mangelnde Wartung der Leitungen das größte Problem darstellt. Neben der Ab-, Regenwasserwiederverwendung und Schlammverwertung müssen zudem weitere Alternativen in Betracht gezogen werden; Technologien wie Tropfbewässerungsanlagen, effiziente Regeltechnik, Pumpen sowie Wasserentsalzung stellen Möglichkeiten dar, um auf diese Knappheit zu reagieren. Hieraus ergeben sich interessante Geschäftschancen für deutsche Unternehmen und Anbieter, die Lösungen in der Wasserwirtschaft im Zusammenhang mit der Wasserknappheit anbieten.

Bei der Geschäftsanbahnungsreise erhalten die deutschen Teilnehmenden in einer ganztätigen Präsentationsveranstaltung die Möglichkeit, ihre Technologien und Dienstleistungen einem branchenspezifischen Fachpublikum portugiesischer Interessenten zu präsentieren. Darüber hinaus können sie einen Einblick in den Bereich Wasserwirtschaft, mit besonderem Fokus auf Wasserknappheit, in Portugal gewinnen, Entwicklungspotenziale und Absatzmöglichkeiten identifizieren sowie Geschäftskontakte knüpfen.

An den darauffolgenden Tagen sind Clustertreffen für die deutschen Unternehmensvertretenden in Form von organisierten Besuchen regionaler Referenzunternehmen sowie die Durchführung von vorab terminierten B2B-Gesprächen der deutschen Teilnehmenden mit potenziellen Geschäftspartner/innen aus ganz Portugal vorgesehen.

Exportpotenzial besteht in den Bereichen:

  • Deutsche Green-Tech-Lösungen für Wasseraufbereitung bzw. -wirtschaft sowie zur Optimierung und für effizientes Management bestehender Ressourcen und Infrastrukturen
  • Systeme für Ab-, Regenwasserwiederverwendung und Schlammverwertung, Wasserqualität sowie Wasserverteilungs- und Kanalisationssysteme
  • Entsalzungs- und Tropfbewässerungsanlagen, Mess- und Regeltechnik sowie Pumpen und Rohrtechnik
  • Nachhaltigkeit des städtischen Wasserkreislaufs und Technologien aus dem Siedlungskontext (insb. Abwassersammlung, -ableitung sowie -behandlung)
  • Technologien zur Steigerung der Wasser- und Anlageneffizienz 
  • Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Wasser- und Abwasserwirtschaft

Ausführliche Hintergrundinformationen zum Zielmarkt inkl. Rahmenprogramm finden Sie im Projektflyer. Die Anmeldeunterlagen finden Sie hier.

Anmeldeschluss ist der 24. März 2023.

Unter www.gtai.de/mep kann eine Übersicht zu weiteren Projekten des MEP abgerufen werden.