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(BMWK) -Vom 30.06. bis 05.07.2024 führt AHP International im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), eine Geschäftsanbahnungsreise im Bereich digitale Lösungen in der Medizintechnik nach Mexiko durch.

Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme. Sie ist Bestandteil der Exportinitiative Gesundheitswirtschaft und wird im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt. Deutsche Unternehmen der Branche sollen dabei detaillierte Informationen zum Eintritt in den Zielmarkt erhalten und bei der Geschäftspartnersuche unterstützt werden. Das Projekt wird von deutscher Seite durch Spectaris, BVMed (Bundesverband Medizintechnologie), GHA (German Health Alliance) und MedicalMountains unterstützt.

Die Gesundheitswirtschaft in Mexiko erlebt eine beeindruckende Ausweitung, welche die gesamtwirtschaftliche Entwicklung deutlich übertrifft. Ein wesentlicher Treiber ist der wachsende Gesundheitstourismus aus den USA und anderen angrenzenden Staaten, was die Nachfrage nach medizintechnischen Produkten erhöht. Das mexikanische Gesundheitssystem steht vor vielfältigen Herausforderungen, insbesondere durch ernährungs- und altersbedingte Krankheiten. Der steigende Bedarf an medizintechnischen Produkten wird bis 2026 auf 8,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. Deutsche Unternehmen haben hier die Chance, aktiv an der Verbesserung des mexikanischen Gesundheitssystems mitzuwirken. Die Diskrepanz zwischen öffentlichen und privaten medizinischen Einrichtungen eröffnet dabei vielfältige Möglichkeiten. Während der öffentliche Sektor vor allem Produkte zur Grundausstattung benötigt, zeigen sich in privaten Einrichtungen Chancen für neue Technologien. Der Grad der Digitalisierung steigt stetig, weshalb der Markt für innovative Lösungen ein großes Potenzial aufweist. So würden den öffentlichen Trägern bspw. Elektronische Informationssysteme helfen, die einen besseren Informationsaustausch und eine erleichterte Weitergabe und Verwaltung von Patientendaten ermöglichen. Eine Modernisierung in dem Bereich könnte ein erster Schritt zu einer besseren Prävention von chronischen Krankheiten sein. Darüber hinaus bietet die Digitalisierung Möglichkeiten zur Minderung des Arbeitsaufwands wodurch Kosten gesenkt werden können.

Das Programm bietet einen umfassenden Einblick in die Medizintechnik, eröffnet Perspektiven für Geschäftspotentiale für Investitionen und Kooperationen und erleichtert teilnehmenden deutschen Unternehmen den Markteinstieg in Mexiko. Die individuellen und Gruppentermine bieten den Unternehmen Gelegenheit, sich zu präsentieren und Marktpotentiale auszuloten. Im Zentrum der Geschäftsanbahnungsreise steht die Vermittlung von qualifizierten und individuellen Erstkontakten zu potenziellen Vertriebspartnern und Abnehmern im öffentlichen und privaten Sektor, Netzwerken und Fachverbänden in Mexiko, die auf das Profil der deutschen Teilnehmenden zugeschnitten sind. Im Rahmen des Programms ist ein gemeinsamer Besuch bei der mexikanischen Gesundheitsbehörde geplant. Ebenso ist eine Besichtigung des Krankenhauses Médica Sur mit anschließendem Roundtable geplant. Weitere Programmpunkte beinhalten einen Austausch mit lokalen Industrieverbänden und Clustern, darunter „Asociacion Industrial de Productos Medicos de las Californias“, welche sich aus den wichtigsten Vertretern der in Baja California ansässigen Hersteller von Medizintechnik zusammensetzt und der „Asociación Médica de Jalisco“, einer Organisation, welche die Interessen von Industrie, Wissenschaft und Regierung im Gesundheitswesen aufeinander abstimmt und einen Anknüpfungspunkt für die Vernetzung mit regionalen Clustern bietet.
Das Gruppenprogramm wird zudem von den individuellen B2B-Gesprächen flankiert. Bei jedem Teilnehmenden werden zu Beginn des Projektes konkrete Bedarfe und Erwartungen an die Teilnahme, das Programm und die Einzeltermine abgefragt. Zudem erhalten die Teilnehmenden spezifische Marktinformationen in Form eines branchenspezifischen Zielmarktwebinars.

Das Programm richtet sich insbesondere an KMU, Selbstständige der gewerblichen Wirtschaft sowie fachbezogene Freiberufler und wirtschaftsnahe Dienstleistungsunternehmen mit Geschäftsbetrieb in Deutschland und entsprechenden Branchenschwerpunkten im Bereich der digitalen Medizintechnik. Bei der Vergabe der Teilnehmerplätze wird daher kleinen und mittleren Unternehmen Vorrang gegenüber Großunternehmen eingeräumt.

Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 500 und 1.000 EUR (netto). 

Anmeldeschluss ist der 22.03.2024

Weitere Informationen:
Projektflyer (pdf) 

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.gtai.de/mep abgerufen werden.

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