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(BMWK) - Vom 05.03.2023 bis zum 09.03.2023 führt enviacon international, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), gemeinsam mit der AHK Algerien eine Geschäftsanbahnungsreise nach Algerien durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme. Sie ist Bestandteil der Exportinitiative Umwelttechnologien und wird im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).

Die Wiederverwertung und das Recycling von Abfällen bieten  in Algerien für wirtschaftliche Aktivitäten und Investment ein vielversprechendes Potential. Nach neuesten Schätzungen beläuft sich der nationale Abfallmarkt auf 1,1 Mrd. Euro (Haushaltsabfälle sowie gebrauchte Reifen, Öle und Batterien). Im Jahr 2020 betrug die recycelte Haushaltsabfallmenge etwa 1,3 Millionen Tonnen, was gegenüber der im selben Jahr anfallenden Menge von 13,5 Millionen Tonnen Gesamtabfall eine äußerst geringe Menge darstellt. Daher investiert die öffentliche Hand in Algerien erheblich, um die Verwertung von Abfällen politisch zu fördern. Häufig fehlt es den Gemeinden aber an effizienten Strukturen für die Sammlung und den Transport von Abfällen sowie für die Straßenreinigung. Auch die Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger über Umweltschutz und Abfallentsorgung ist ein wichtiges Thema. Den zuständigen Behörden und Unternehmen der Abfallwirtschaft mangelt es jedoch an Personal, Kompetenz und effizienter Organisation. Ein landesweites Abfallverwertungssystem besteht nicht. Einzelne Kommunen arbeiten mit Privatanbietern zusammen. Es gibt 14.000 im Bereich der Abfallverwertung tätige Unternehmen, und bisher steht die Recyclingindustrie nur für 0,76% des BIP. Das veranschaulicht die Bedeutung des Themas Abfallwirtschaft und zeigt die Attraktivität dieser Nische für ausländische Unternehmen über die gesamte Wertschöpfung hinweg. 

Die aktuelle nationale Strategie der integrierten Abfallwirtschaft bis 2035 ist ein von der Europäischen Union kofinanziertes Projekt des Umweltministeriums, das Algerien eine bessere integrierte Abfallwirtschaft ermöglichen wird, um einen nachhaltigen Beitrag zur Entwicklung der Kreislaufwirtschaft zu leisten und die Umweltverschmutzung zu verringern. Deutschland genießt mit der Marke „Made in Germany“ ein hohes Ansehen in Algerien. So engagiert sich das Umweltministerium in Algerien für den Aufbau und die Förderung von Recyclingstrategien. Dazu wurde im Juni 2021 eine spezielle Abteilung zur Beratung und Unterstützung von Umweltprojekten für Start-ups und Kleinstunternehmen eingerichtet. Ziel des algerischen Umweltministeriums ist es, bis 2025 50% bis 60% der Nicht-Inert Abfälle zu recyceln. 

Anmeldeschluss für eine Teilnahme an der o.g. Geschäftsanbahnungsreise ist der 16. Dezember 2022. Die Teilnehmerzahl ist auf zwölf Unternehmen beschränkt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge der Anmeldungen berücksichtigt, KMU haben Vorrang vor Großunternehmen. Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Die Eigenbeiträge für die Teilnahme am Projekt betragen, in Abhängigkeit von der Unternehmensgröße, zwischen 500 und 1.000 EUR (netto). Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU finden Sie hier. 

Projektschwerpunkte

  • Individuelle Geschäftsgespräche mit ausgewählten Partnern (Fokus: Geschäftskontakte, B2B) 
  • Networking für die zukünftige Markteinführung
  • Präsentationsveranstaltung zur Vorstellung der deutschen Unternehmen mit anschließendem Kontaktaustausch 
  • Zielmarktinformationen und Markteinblicke durch Marktexperten und deutschen Repräsentanten vor Ort

Weitere Informationen finden sie im Projektflyer.

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU finden Sie unter www.gtai-exportguide.de/mep.