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(BMWK) - Vom 02.06.2024 bis zum 07.06.2024 führt AMENA Trade & Investment Consulting GmbH, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) eine Geschäftsanbahnung nach Kanada durch. 

Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme. Sie ist Bestandteil der Exportinitiative Umwelttechnologien und wird im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt. 

Deutsche Unternehmen der Branche sollen dabei detaillierte Informationen zum Eintritt in den Zielmarkt erhalten und bei der Geschäftspartnersuche unterstützt werden. Das Projekt wird von deutscher Seite durch den Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. sowie das Kompetenznetzwerk Umweltwirtschaft NRW unterstützt. 

Zwar hält Kanada momentan noch den negativen Weltrekord der höchsten Pro-Kopf Abfallerzeugung (694 kg pro Person und Jahr, gekoppelt mit einer sehr niedrigen Recyclingrate), doch nun hat sich die Regierung zum Schutz der Umwelt der Förderung nachhaltiger Abfallwirtschafts- und Recyclingpraktiken verpflichtet. Denn die kanadische Industrie produziert nicht nur ein weit größeres Abfallvolumen als die privaten Haushalte, sondern lenkt zudem einen deutlich geringeren Anteil seiner Abfälle für Recycling um. 

Die Neuausrichtung Kanadas auf Klimaschutz und die Dekarbonisierung der Wirtschaft bietet langfristige Potenziale für deutsche Unternehmen im Abfall- und Recyclingsektor. Bis zum Jahr 2030 soll das kanadische Gesamtabfallaufkommen pro Person um 50% gesenkt werden, bis 2050 sollen es 80% sein. Das von der Regierung Trudeau erlassene Verbot von Einwegplastik ist seit 2022 in Kraft und wird derzeit einer Revision unterzogen. Es ist Teil der Bemühungen, bis 2030 keinen Plastikmüll mehr zu produzieren. Auch für Elektrorecycling wurden kürzlich im Rahmen des kanadischen Umweltschutzgesetzes (CEPA) neue Bestimmungen erlassen.                                                                                                

Für deutsche Unternehmen aus der Abfall- und Recyclingwirtschaft bietet Kanada daher sehr gute Geschäfts¬¬chancen. Besonders gefragt sind Technologien in den Bereichen „Waste to Power“ - Energiegewinnung aus Abfällen, Umwandlung in grüne Kraftstoffe und Wasserstoff, Kunststoff Zerkleinerer, Abfallverbrennung, „E-Waste“ / Elektro Recycling jedoch auch Transportlösungen, wie LKWs und autonome Fahrzeuge für die Recyclingwirtschaft.

In den letzten Jahren hat der bilaterale Handel zwischen Kanada und der EU, einschließlich Deutschland, spürbar zugenommen, nicht zuletzt durch das umfassende EU-kanadische Wirtschafts- und Handelsab¬kommen CETA, dass seit 2017 angewendet wird. Die deutsch-kanadische Kooperation wird durch Initiativen wie die bilaterale Energiepartnerschaft und die neu ins Leben gerufene deutsch-kanadische Wasserstoff-Allianz weiter gestärkt. 

Die Reise bietet einen umfassenden Einblick in den Sektor Umwelttechnologien in Kanada in zwei Provinzen, Alberta und Ontario. Im Zentrum der Geschäfts¬anbahnungsreise steht die Vermittlung von qualifizierten und individuellen Erstkontakten zu potenziellen Vertriebspartnern und Abnehmern im öffentlichen und privaten Sektor, Netzwerken und Fachverbänden in Kanada. Im Rahmen des Programms ist eine Präsentations¬veranstaltung “Recycling Technology – Made in Germany“, organisiert in Kooperation mit der Ontario Waste Management Association, mit lokalen Branchenexperten und Kommunalvertretern. Weitere Programmpunkte in Ontario beinhalten einen Austausch mit lokalen Industrieverbänden und Clustern, sowie Unternehmensbesuchen. In Alberta sind ebenfalls eine Vielzahl von Programmpunkten geplant, so zum Beispiel ein Briefing mit dem Renewables Team von Invest Alberta, der Wirtschaftsförderagentur der Provinz. Die Alberta Plastics Recycling Association (APRA) organisiert einen Austausch mit ihren Mitgliedern. 

Das Gruppenprogramm wird zudem von den individuellen B2B-Gesprächen flankiert. Zudem erhalten die Teilnehmenden spezifische Marktinformationen in Form eines branchenspezifischen Zielmarktwebinars.

Das Programm richtet sich insbesondere an KMU, Selbstständige der gewerblichen Wirtschaft sowie fachbezogene Freiberufler und wirtschaftsnahe Dienstleistungsunternehmen mit Geschäftsbetrieb in Deutschland und entsprechenden Branchenschwerpunkten im Bereich der Abfallwirtschaft. Bei der Vergabe der Teilnehmerplätze wird daher kleinen und mittleren Unternehmen Vorrang gegenüber Großunternehmen eingeräumt.

Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 500 und 1.000 EUR (netto).

TIP: Für Unternehmen, die im Anschluss noch ein paar Tage länger in Ontario bleiben können, bietet sich die Teilnahme an der Ontario Waste to Resource Konferenz in Niagara Falls am 11.-12. Juni 2024 an.

Mehr Informationen und Anmeldeunterlagen: https://www.amena-invest.de/projects/mep-canada-recycling bzw. im Projektflyer

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.gtai.de/mep abgerufen werden. 

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