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(BMWK) - Vom 17. bis 21.06.2024 führt die Deutsche Industrie- und Handelskammer in Japan (AHK Japan), im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, eine Geschäftsanbahnungsreise für Anbieter aus dem Bereich Luftfahrt nach Japan durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).

In den letzten Jahren wurde der japanische Markt vor allem durch Entwicklung und technischen Fortschritt im Bereich Drohnen und Flugtaxen geprägt. Drohnen werden in Japan seit mehr als 25 Jahren in der Landwirtschaft eingesetzt. Ferner sollen Drohnen in den nächsten Jahren in der Überprüfung von chemischen Anlagen oder von Infrastruktur, wie etwa Stromnetze, eine wachsende Rolle spielen. Luftaufnahmen, die Überwachung von Baustellen oder von Desaster Zonen sind weitere Einsatzgebiete. Hinzu kommen neue Bereiche, wie etwa Offshore-Windparks. Um Logistikprobleme wie hohes Verkehrsaufkommen und fehlendes Lieferpersonal zu umgehen, wird der Einsatz von Lieferdrohnen in bewohnten Gebieten von vielen Firmen angestrebt. Zunächst steht die Belieferung von entfernteren und wenig bewohnten Gegenden im Mittelpunkt möglicher Projekte in der Logistik.

Ein weiterer Fokus liegt auf der Entwicklung von elektrischen Flugtaxen, bei denen es sich um bemannte Drohnen handelt. Ziel ist der Einsatz elektrischer Vertical Take-off and Landing (eVTOL)-Flugzeuge, die umweltfreundlich und hochmobil sind und das Potenzial haben, nicht nur für den Transport, sondern auch für medizinische Notfalleinsätze und Katastrophenhilfeeinsätze eingesetzt zu werden. Im Bereich der Raumfahrt beteiligt sich Japan an der Nutzung der Internationalen Raumstation ISS, ist im Bereich der astronomischen Beobachtung und der Erforschung des Weltraums sowie in der Erdbeobachtung sehr aktiv. Mit technischen Fähigkeiten, die zu den besten der Welt gehören, erhält Japan derzeit Aufträge aus Übersee für Satellitenstarts und ist ebenfalls inter-national an der Entwicklung und Produktion von Satellitensystemen, Sensoren und Komponenten beteiligt. Neben der Satellitentechnik engagiert sich Japan auch für wiederverwendbare Raketentechnik, z.B. in einer bereits bestehenden Kooperation zwischen Deutschland und Frankreich. Ebenfalls in trilateraler Partnerschaft mit den deutschen und französischen Raumfahrtagenturen plant Japan eine Marsmission.

Um die eigenen Fähigkeiten und Technologien weiterzuentwickeln, setzt die japanische Industrie in Zukunft besonders auf nationale und internationale Kooperationen und Partnerschaften. Neben innerbetrieblichen Entwicklungsprogrammen wird die Zusammenarbeit mit internationalen Trainingsanbietern eine wichtige Rolle spielen. Die Bereitschaft internationaler Zusammenarbeit, die allgemein sehr hohe Reputation des deutschen Mittelstands und das hohe Ansehen der Marke „Made in Germany“, kann den Markteintritt deutscher KMU in Japan signifikant begünstigen. Vor allem im Bereich Drohnen, Flugtaxis und Satellitentechnologien bietet sich auch anderen Marktakteuren die Gelegenheit, mit ihrem Know-how in Japan Fuß zu fassen.

Anmeldeschluss für eine Teilnahme an der Geschäftsanbahnung ist der 15. März 2024. 

Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 500 und 1.000 EUR (netto). 

Weitere Informationen:
Geschäftsanbahnung Japan    
Projektflyer

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.gtai.de/mep abgerufen werden. 

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