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(BMWK) - Vom 19.02.2024 bis zum 23.02.2024 führt die AHK Neuseeland, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, eine Informationsreise für neuseeländisches Einkaufspersonal und Multiplikatoren nach Deutschland durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).

Das Markterschließungsprogramm (MEP) ermöglicht kleinen und mittelständischen Unternehmen, Selbstständigen, fachbezogenen freien Berufen und wirtschaftsnahen Dienstleistern aus Deutschland den Zugang zum internationalen Markt. Ziel ist es Neuseeland bei der Reform der dualen Ausbildung im Bauwesen zu unterstützen, indem es Best-Practice-Beispiele für   nachhaltiges und energieeffizientes Bauen präsentiert. Damit trägt diese Informationsreise zur Bewältigung der Herausforderungen im Bauwesen in Neuseeland bei. Durch maßgeschneiderte Veranstaltungen erhalten neuseeländische Teilnehmer praxisnahe Einblicke in das deutsche Ausbildungssystem, insbesondere in der Bauindustrie. Das erlangte Wissen soll dann in Neuseeland verbreitet und mit der Unterstützung deutscher Unternehmen umgesetzt werden.

Neuseeland bietet eine stabile Wirtschaft, hohe Rechtssicherheit und eine enge Beziehung mit Deutschland, die durch ein zukünftig in Kraft tretendes Freihandelsabkommen weiter gestärkt wird. Der Bausektor ist als fünftgrößte Industrie Neuseelands von großer Bedeutung. Ein Großteil des Wohnungsbestandes ist veraltet und benötig energetische Sanierung. Zudem gibt es durch ehrgeizige Emissionsreduktionsziele immer strenger werdende   Bauvorgaben. Die Nachfrage nach energieeffizienten Gebäuden ist somit hoch und setzt qualifizierte Fachkräfte voraus. 

Das Land verzeichnet jedoch einen zunehmenden Fachkräftemangel. Um diesem entgegenzuwirken, führte die neuseeländische Regierung eine Reform des Ausbildungssystems ein. Ziel ist es, ein einheitliches Bildungssystem zu schaffen, das besser auf die Bedürfnisse der Industrie abgestimmt ist. Für die Umsetzung der Reform werden erfahrene Interessenträger benötigt, was große Chancen für deutsche Unternehmen bietet. 

Gefragt sind Unternehmen, die dabei helfen können, die Effizienz bei der Vermittlung beruflicher Fähigkeiten in der Baubranche zu verbessern, die Ausbildungsinhalte an energieeffiziente und emissionsarme/-freie Praktiken anzupassen und die Produktivität von Auszubildenen zu erhöhen.

Im Rahmen der Informationsreise sind u. a. der Besuch der Handwerkskammer München und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Bonn geplant sowie Roundtable-Diskussionen mit deutschen Ausbildungsunternehmen. Des Weiteren wird die Delegation die Bildungsmesse didacta in​ Köln besuchen und dort einen Messerundgang und die Möglichkeit zum Treffen mit deutschen Unternehmen erhalten. 

Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit der Größe des Unternehmens zwischen 500 und 1.000 EUR (netto).

Die AHK Neuseeland fungiert in ihrer zentralen Rolle als Organisator der Informationsreise und maßgeblicher Antragsteller für das Vorhaben. Unterstützt wird sie dabei von der Handelskammer München und dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) iMOVE: Training – Made in Germany, die als fachliche Begleiter ebenfalls den Programmablauf der Informationsreise mitgestalten. 

Weitere Informationen zu der Informationsreise finden Sie auf der Website der AHK Neuseeland sowie im Projektflyer

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.gtai.de/mep abgerufen werden. 

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