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(BMWK) - Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) organisiert German Water Partnership e.V. (GWP) in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Brasilianischen Industrie- und Handelskammer Rio de Janeiro (AHK Rio de Janeiro) eine Informationsreise zum Thema Wasser- und Abwasserwirtschaft. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme des Markterschließungsprogramms im Rahmen der Exportinitiative Umwelttechnologien. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).

Während der Reise informiert sich die brasilianische Delegation über aktuelle Entwicklungen und Projekte im Bereich Wasser- und Abwasserwirtschaft in Deutschland. Bei einer Informationsveranstaltung am 13. Mai 2024 in München, bei Besichtigungen von Referenzprojekten und Unternehmensbesuchen in Bayern sowie im Rahmen des geführten Messebesuchs der IFAT Munich an den Folgetagen erhalten die Delegationsteilnehmenden umfassende Einblicke in deutsche Produkte und Dienstleistungen und können mögliche Kooperationsfelder eruieren. Deutsche Unternehmen aus dem Sektor haben die Möglichkeit aus erster Hand zu erfahren, welche Investitions- und Exportmöglichkeiten in den vier Zielländern bestehen, und wertvolle Kontakte zu Entscheidungstragenden zu knüpfen.

Obwohl Brasilien die neuntgrößte Wirtschaft weltweit ist und 2023 die Industrienation Kanada überholen konnte, liegt das Land beim Anteil der Bevölkerung mit Zugang zu sanitärer Grundversorgung nur auf Platz 117. Fast 35 Mio. Menschen leben ohne aufbereitetes Wasser, knapp 100 Mio. haben keinen Zugang zur Abwassersammlung. 2020 wurden wichtige Schritte für den Wandel unternommen. Der neue Rechtsrahmen für die Abwasserversorgung trat in Kraft und Investitionen von 2,5 Mrd. Euro wurden getätigt. Um eine flächendeckende Abwasserentsorgung in Brasilien zu gewährleisten, sind Investitionen von 28 Mrd. Euro erforderlich. Rund zwei Drittel erfordert allein der Ausbau des Abwassernetzes.

Eine Marktöffnung und erhöhter Wettbewerb sind neben der Etablierung von Referenzstandards unerlässlich, um die Branche voranzutreiben. Bei der Sanierung und dem Bau von Wasseraufbereitungsanlagen sowie der Ausweitung des Abwassernetzes können deutsche Unternehmen sich an Konsortien beteiligen und Verträge ersteigern. Da täglich eine Wassermenge äquivalent zum Inhalt von fast 8.000 Schwimmbecken in den Verteilungssystemen verloren gehen, besteht eine hohe Nachfrage nach Technologien zur Effizienzsteigerung bzw. Reduzierung von Wasserverlusten. Schließlich werden technische Lösungen für Betrieb und Wartung der Anlagen benötigt, insbesondere zur Behandlung des Wassers und von Abfallprodukten, der Steuerung, Messung und Überwachung sowie der Automatisierung. 

Die Teilnahme an diesem Programm ist für ausländische und deutsche Unternehmen kostenfrei. 

Weitere Informationen finden Sie im Projektflyer

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.gtai.de/mep abgerufen werden. 

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